Beschreibung der Förderanlagenabschlüsse

Allgemeines

Die Förderanlagenabschlüsse entsprechen, den Bestimmungen der allgemeinen baufaufsichtlichen Zulassung, ausgestellt vom Deutschen Institut für Bautechnik Berlin. Entsprechend dieser Zulassung ergibt sich folgender Grundaufbau.

 

 

Ausführungsarten

Die Förderanlagenabschlüsse dürfen einflüglig oder zweiflügelig ausgeführt werden. Die Schieberblätter können entweder in einem Stück oder in Segmentbauweise ausgeführt werden. Bezüglich der Schließrichtung unterscheidet man die Feuerschutzabschlüsse in:

  •  senkrecht von oben nach unten mit Massenausgleich schließend oder
  •  senkrecht von unten nach oben mit Schließgewichten schließend oder
  •  waagerecht von links nach rechts bzw. rechts nach links schließend oder
  •  bei zweiflügeliger Ausführung waagerecht zentral von beiden Seiten schließend.

Die Feuerschutzabschlüsse sind immer selbstschließend, sie schließen in der Grundausführung mit dauerhaft gespeicherter mechanischer Energie (Übergewicht, Schließgewicht).

 

Bezüglich des Anschlusses an die angrenzenden Bauteile wird zwischen dem Wandeinbau mit vierseitiger Überdeckung (Einbau in erhöhter Position) und den fußbodenebenen Wandeinbau mit dreiseitiger Überdeckung unterschieden. 



Schieberblatt, Schieberblattsegment

Das ca. 38 mm und das ca. 58 mm dicke Schieberblatt bzw. -segment besteht aus einem Rahmen aus Stahlhohlprofilen, ausgefüllt mit nichtbrennbarem Baustoff und ist beidseitig mit je einer Platte aus nicht brennbaren Baustoff bekleidet und kann zusätzlich wahlweise mit 1 mm dickem Stahlblech bekleidet werden.

 

Bei Ausführung in Segmentbauweise werden die einzelnen Segmente aneinander gereiht. Die Stoßfugen werden beidseitig mit jeweils einem Streifen einer aus einem nicht brennbaren Baustoff abgedeckt; zusätzlich darf eine Bekleidung mit 1 mm dickem Stahlblech erfolgen. 

 

 

Führung

Die Führung des Schieberblattes erfolgt mittels Führungselementen, wie z. B. Gleitklotz, Rollwagen oder Laufrad in oder auf den Führungsschienen (z. B. HELM-Schiene), die an den angrenzenden Bauteilen zu befestigen sind.

 

Die Führungsschienen und Wandbefestigungswinkel werden in Abhängigkeit von Abmessung und Gewicht des Schieberblattes dimensioniert.Bei einem waagerecht schließenden Feuerschutzabschluss mit fußbodenebenem Einbau wird die untere Führung durch seitlich angeordnete Führungsrollen oder –bleche realisiert.Ein senkrecht von oben nach unten schließender Feuerschutzabschluss mit fußbodenebenem Wandeinbau schließt auf dem Fußboden.

 

Bei senkrecht schließenden Feuerschutzabschlüssen wird ab einer lichten Breite des Abschlusses von LB = 2000 mm und bei waagerecht schließenden Feuerschutzabschlüssen ab einer lichten Höhe des Abschlusses von LH = 2000 mm eine Verkrallung vorgesehen.

 

Die senkrecht von unten nach oben schließenden Feuerschutzabschlüsse und die zweiflügelige Ausführung mit waagerechter Schließrichtung (zentral schließend) sind mit einer thermisch auslösenden Verriegelung ausgerüstet.

 

Dichtsegment, Dichtblock (Festfeld)

Die Abdichtung des Feuerschutzabschlusses erfolgt über der Förderbahn durch auf dem Schieberblatt angeordnete Dichtsegmente und unter der Förderbahn und im Zwischenraum der Förderbahn bzw. im Förderbahnprofil durch Dichtblöcke.

 

Die Dichtsegmente werden aus mehreren übereinander angeordneten Streifen aus nichtbrennbaren Baustoffen realisiert. In den verbleibenden Fugen werden gemäß der Spaltmaßtabelle Streifen eines dämmschichtbildenden Baustoffes angeordnet.

 

Bei Feuerschutzabschlüssen für Ketten-, Rollen- oder Gurtförderanlagen ist das Schieberblatt mit einem zusätzlichen Dichtsegment ausgestattet. Die Freiräume neben, unterhalb und innerhalb des Förderers werden mit einem Dichtblock, wie oben beschrieben, ausgefüllt.

 

Bei einem Feuerschutzabschluss für eine Hängeförderanlage mit Stahlschiene (Power & Free) oder mit Aluminiumschiene, umschließt das auf dem Schieberblatt angeordnete Dichtsegment die Förderbahn allseitig.

 

Zur Abdichtung von Freiräumen entgegen der Bewegungsrichtung des Schieberblattes werden bewegliche Klappdichtsegmente eingesetzt. Das Klappdichtsegment wird mittels Gelenk auf dem Schieberblatt angebracht und mit einem thermischen Auslösemechanismus versehen. Dieser gewährleistet, dass das Klappdichtsegment im Brandfall erst nach Schließen des Schieberblattes in die Förderbahn einklappt.

 

Der Feuerschutzabschluss kann auch von zwei übereinanderliegenden Förderbahnen durchdrungen werden. 

 

 

Zubehörteile

Für den Feuerschutzabschluss dürfen Zubehörteile entsprechend den "Konstruktionsmerkmalen für die Überwachung der Herstellung" verwendet werden. 

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